{"id":4407,"date":"2020-12-03T20:50:34","date_gmt":"2020-12-03T19:50:34","guid":{"rendered":"https:\/\/oxapampa-safarie.com\/?p=4407"},"modified":"2020-12-09T21:17:12","modified_gmt":"2020-12-09T20:17:12","slug":"eine-kleine-geschichte-und-informationen-ueber-das-centro-yanachaga-in-huncabamba-und-quillazu-in-der-provinz-oxapampa-zentrale-region-von-peru","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oxapampa-safarie.com\/de\/eine-kleine-geschichte-und-informationen-ueber-das-centro-yanachaga-in-huncabamba-und-quillazu-in-der-provinz-oxapampa-zentrale-region-von-peru\/","title":{"rendered":"Eine kleine Geschichte und Informationen \u00fcber das \u201eCentro Yanachaga\u201c in Huncabamba und Quillazu in der Provinz Oxapampa \u2013 zentrale Region von Peru."},"content":{"rendered":"\n<p>In 2004, auf der R\u00fcckreise von meinem ersten Besuch in Pozuzo, machte ich halt in dem kleinen Ort Huncabama, auf der halben Strecke zwischen Pozuzo und Oxapampa. Bei meinem Spaziergang durch den Ort, hielt pl\u00f6tzlich ein TOYOTA 4&#215;4 Wagen, neben mir und ein freundlicher Herr fragte mich\u201c Hola Gringo, a donde quieres ir?\u201c (Hallo Gringo, wo willst Du denn hin?). Dies war mein erster Kontakt mit Hugo Fernandez, dem Mitbegr\u00fcnder des Sozialen Projektes, damals mehr als \u201ePROSOYA\u201c bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Er lud mich dann ein, dass Projekt zu besuchen, das oberhalb des Ortes liegt. Daraus entwickelte sich dann eine lange Freundschaft und Verbundenheit mit dem Projekt und seinen Zielen. Von 2003 bis 2008 arbeitete ich als Berater &amp; Entwicklungshelfer in Kooperation mit der staatlicher Verwaltung Abteilung der nationalen Naturschutzgebiete Perus. Diese Arbeit brachte mich 2004 in die Provinz Oxapampa, wo ich zusammen mit dem National Parkes Yanachaga Chemill\u00e9n und lokalen Partner Organisationen vor Ort, dortige agroforstliche Aktivit\u00e4ten in den Pufferzonen des Nationalparks unterst\u00fctzte. Hier war \u201ePROSOYA\u201c immer wieder Referenz f\u00fcr nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklungen und Treffpunkt einer Reihe von Veranstaltungen zusammen mit lokalen Bauern.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber dieses soziale Projekt gibt es schon seit 1989, mit einer langen Geschichte. Ich kopiere hier einen Bericht von Frau Krista Schlegel, der Ehefrau eines der Gr\u00fcnder des Zentrums, aus dem letzten Rundbrief der Peru \u2013 Aktion e. V. vom Dezember 2020. Der Verein Peru \u2013 Aktion unterst\u00fctz das \u201eCentro \u2013 Yanachaga\u201c seit seiner Gr\u00fcndung und Frau Schlegel kann deren Geschichte am besten selbst erz\u00e4hlen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eWandel der Zeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Krista Schlegel<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Aus gegebenem Anlass, dem Anschluss an das staatliche Stromnetz in Huancabamba im September 2020, wollen wir heute einmal an unsere Anf\u00e4nge in der Projektarbeit zur\u00fcckdenken. Neues Leben in der seit langem verlassenen ehemaligen Hazienda Yanachaga begann 1988 mit deutschen Helfern, die die R\u00e4ume im Haupthaus wieder bewohnbar machten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter konnten dann bed\u00fcrftige Jugendliche aus Lima dort untergebracht und PROSOYA gegr\u00fcndet werden. In den vorhandenen Nebengeb\u00e4uden wurden mit sp\u00e4rlicher Ausstattung eine Mechanikerwerkstatt und eine Tischlerei eingerichtet. Andere Geb\u00e4ude dienten als St\u00e4lle f\u00fcr H\u00fchner, Enten und Meerschweinchen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0Hinter dem Haus wurde ein Biogarten angelegt, in dem zum Verbrauch Obst und Gem\u00fcse nach \u00f6kologischen Vorgaben angepflanzt wurden. Auf dem weitl\u00e4ufigen Gel\u00e4nde oberhalb gab es bald eine kleine Rinderherde mit einigen Milchk\u00fchen, auch die ersten Bienenst\u00f6cke wurden aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles begann sehr klein und \u00fcberschaubar: Hugo Fern\u00e1ndez als Freund und Projektleiter, einige Helfer aus dem Dorf und nur wenige Sch\u00fcler. Die Mitglieder der Peru-Aktion (gegr\u00fcndet 1989) in Deutschland waren h\u00f6chst motiviert und aktiv und sorgten durch vielf\u00e4ltige Aktionen f\u00fcr die dringend notwendigen Gelder zum weiteren Aufbau.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Dia-Vortr\u00e4ge, Ausstellungen, Briefaktionen und vieles mehr wurden durchgef\u00fchrt und die ersten Rundbriefe an Spender verschickt. H\u00fcben und dr\u00fcben wurde viel geplant und diskutiert und die Schwerpunkte f\u00fcr die Projektausrichtung festgelegt. Chancenlosen jungen Menschen in Peru sollte geholfen werden. Sie sollten nicht nur eine Sekundarschule besuchen k\u00f6nnen, sondern auch handwerkliche F\u00e4higkeiten erwerben, im Zusammenleben ethische und christliche Werte praktizieren und ihr Selbstbewusstsein entwickeln k\u00f6nnen. Alles sollte \u00f6kologisch ausgerichtet sein, keine Verwendung von Chemie, weder als D\u00fcnger noch zur Ungezieferbek\u00e4mpfung.<\/p>\n\n\n\n<p>Das besondere \u00d6kosystem des Bergurwaldes sollte gesch\u00fctzt und die Brandrodungen gestoppt werden. Wiederaufforstungsprogramme wurden geplant und durchgef\u00fchrt. Die damals noch sehr arme Bev\u00f6lkerung des nahe gelegenen Dorfes Hancabamba sollte gef\u00f6rdert und mit einbezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Aufbau ging langsam aber stetig voran, aber es gab noch keinen elektrischen Strom, weder im Dorf noch bei uns im Projekt. Da entstand Anfang der neunziger Jahre der k\u00fchne Plan, eine eigene Turbine f\u00fcr Wasserkraft aus Deutschland zu importieren und im Projekt zu installieren, um in Zukunft an den langen Abenden nicht nur Licht in den R\u00e4umen zu haben, sondern auch in den Werkst\u00e4tten Maschinen betreiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Der Fluss Yanachaga, der ganzj\u00e4hrig reichlich Wasser aus dem angrenzenden Nationalpark Yanachaga Chemill\u00e9n bergab f\u00fchrt, konnte f\u00fcr die Wasserkraft genutzt werden. Ein St\u00fcck oberhalb 7 der Wohngeb\u00e4ude konnte das Wasser abgenommen und \u00fcber einen Kanal und ein Fallrohr direkt in die Turbine geleitet werden, um somit Strom zu erzeugen. Der Plan ging auf. Im Sommer 1995 kam nach Abschluss aller Vorbereitungen die Turbine der Firma Volk aus dem Schwarzwald p\u00fcnktlich in PROSOYA an und wurde von deutschen Maschinenbaustudenten eingebaut. Sie tut bis heute treu ihren Dienst.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider reichte der erzeugte Strom nicht aus, um auch das Dorf damit zu versorgen. Es ist kaum zu glauben, wie sich die Umst\u00e4nde in den 30 Jahren seit Bestehen unseres Projektes entwickelt haben. Zu Beginn war der Kanal nur eine ins Erdreich gegrabene Rinne, die im Laufe der Jahre nach starken Regenf\u00e4llen mehrmals befestigt und erneuert werden musste. Inzwischen ist er an vielen Stellen ausgewaschen, was bei Starkregen zu \u00dcberschwemmungen und Stromausfall f\u00fchrt. Deshalb war eine grundlegende Sanierung der ganzen Anlage mit kompletter Erneuerung des Kanals dringend notwendig geworden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen \u00fcber das Projekt und den Verein Peru \u2013 Aktion, finden Sie in dieser web-site \u2013 <a href=\"http:\/\/www.centro-yanachaga.org\">www.centro-yanachaga.org<\/a> -.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zentrum gibt es auch ein gem\u00fctliches G\u00e4stehaus <strong><em>\u201eEcoalbergue\u201c <\/em><\/strong>was sich sehr gut als Basis f\u00fcr Wanderungen und Besuche in dieser Gegend eignet!!&nbsp; &#8211;&nbsp; <a href=\"https:\/\/centro-yanachaga.org\/?page_id=96\">https:\/\/centro-yanachaga.org\/?page_id=96<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Joachim B\u00f6hnert<\/p>\n\n\n\n<p>Mitglied in der Peru-Aktion e. V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In 2004, auf der R\u00fcckreise von meinem ersten Besuch in Pozuzo, machte ich halt in dem kleinen Ort Huncabama, auf der halben Strecke zwischen Pozuzo und Oxapampa. 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